Linux-Handys

Laut heise wollen die Handyhersteller eine Linux-Distribution für Handys machen.

Für die Handyhersteller ist das natürlich praktisch. Bisher wird die Betriebssoftware für jede neue Handygeneration von Grund auf neu geschrieben, in Zukunft brauchen sie nur noch Gerätetreiber zu schreiben.

Für die Nutzer ist es auch praktisch. Ein Klingelton, Spiel, Adressbuch, …, das auf Handy A läuft, lässt sich dann unverändert auf Handy B übertragen.

Für die Virenschreiber ist es allerdings auch praktisch. Handyviren gibt es ja schon, aber sie sind bisher relativ wenig verbreitet, weil jedes Handelmodell ein bisschen anders tickt und die Infektion oft fehlschlägt. Ein einheitliches Linux räumt auch hier Hürden aus dem Weg.

Die Handyhersteller werden also höllisch darauf achten müssen, ihr mobiles Linux gegen Sicherheitslücken abzudichten. Dabei müssen sie aber die Möglichkeit erhalten, Klingeltöne, Spiele usw. herunterzuladen, der WAP-Browser muss funktionieren, usw., außerdem werden etliche Anwender auch ihre eigene Software installieren wollen.
Dieser Zielkonflikt ist sehr schwer zu lösen. Auf dem PC haben im Moment die Viren gewonnen, Millionen von Zombie-PCs in Botnetzen sprechen da eine klare Sprache. Mal schauen, ob wir in fünf Jahren Milliarden von Zombie-Handies haben.

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