Frisch aus dem Heise-Ticker: Unser aller Bundeskanzlerin findet das Web unübersichtlich, weil es viel zu viele Teilgruppen gäbe, die man alle anders ansprechen müsse. Und es würden gleichzeitig viel zuviele Themen hochkochen, als dass man sich um alle kümmern könnte.

Seltsam. Ich dachte immer, die ureigenste Aufgabe der Parteien sei es, ähnlich laufende Interessen zu bündeln und in konkrete Politik umzusetzen. Wenn sie jetzt anhand des Internets entdeckt, dass es viel mehr Interessen gibt als gedacht, ist das nicht ein Indiz, dass die Parteien bei der Erkundung der vorhandenen Interessen versagt haben?
Es würd ja auch die Politikverdrossenheit erklären. Wer ständig an den Problemen vorbeiregiert, die die Leute gar nicht interessieren, braucht sich nicht zu wundern.
Die öffentliche Meinung besteht eben nicht nur aus dem Inhalt von Bild, ARD und ZDF. Auch wenn das im Raumschiff Berlin anders aussehen mag.